Sebastian Fuchsberger

Spielt: OPERETTE

"Bad Hall liegt an einem Weg, den ich aus familiären Gründen schon sehr oft befahren habe. Dass hier das kulturelle Leben mit der Gründung eines sehr ambitionierten Festivals und der Sanierung eines traditionsreichen Theaters ordentlichen Rückenwind erhalten hat, ist mir schon zu Ohren gekommen und hat meine Neugierde geweckt, was es da sonst noch zu entdecken gibt. Es freut mich sehr, dass ich hier bald als 'Adam' in der Operette 'Der Vogelhändler' Station machen darf! Der 'Adam' ist eine Figur mit weichem Kern und richtig ruppiger Oberfläche. Die Partie fordert charakterliche Prägnanz ebenso wie lyrische Feinheit. Diese gesanglichen Pole unter einen Hut zu bekommen ist eine fordernde Aufgabe, der ich mich sehr gern stelle. Obendrein werden für die Operette 'Der Vogelhändler' durch Ernst Theis und Gerald Pichowetz künstlerische Idealbedingungen geschaffen, was unsere Arbeit im besten Sinne spannend macht, und dem Publikum sollte das Ergebnis zu wahrem Genuss gereichen."

KURZBIOGRAPHIE

Der aus Salzburg stammende Tenor studierte zunächst Posaune, war Mitbegründer der Formationen 'Mnozil Brass' und 'Global Kryner'. 1996 erhielt er ein Engagement im Bühnenorchester der Wiener Staatsoper, wo der Wunsch zu singen immer stärker wurde. In der Folge nahm er Gesangsunterricht und begann zunächst im Chor und später auch solistisch als Sänger in Erscheinung zu treten. Stationen dabei waren der Arnold Schönberg Chor, die Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor, sowie solistisch etwa im Rahmen von Konzerten der Formationen Mnozil Brass. Noch dominierte die Tätigkeit als Posaunist, einerseits in namhaften Klangkörpern, wie den Wiener Philharmonikern oder dem Klangforum Wien. Andererseits das musikalische Sondieren in verschiedensten Formationen und Projekten in denen Elemente verschiedener Genres und Musikstile, sehr erfolgreich miteinander kombiniert wurden. Einige dieser Projekte wurden mit begehrten Preisen ausgezeichnet.

2008 schließlich beendete Sebastian seine Tätigkeit als Posaunist, um sich ganz dem Singen zu widmen. Auch als Sänger kennzeichnet die Vielfalt sein Schaffen – so startete er als 'Caramello' (Eine Nacht in Venedig von Johann Strauß) mit einer Operette in seiner Musiktheater-Laufbahn, setzte sie fort mit 'Don Polidoro' aus Mozarts Oper 'La finta semplice' am Stadttheater in der Walfischgasse in Wien.

Darauf folgte eine Figur in der Schrammeloperette und das bei uns von Roland Neuwirth und Peter Ahorner, beim Festival Schrammelklang in Litschau und bald darauf bereits der 'Don Ottavio' in der berühmten Mozart-Da Ponte-Oper 'Don Giovanni' auf einer Gastspielreise des Wiener Operntheaters nach Japan sowie die Partie des 'Le Remendado' aus Bizets Oper 'Carmen' in Klosterneuburg.

2010 wurde Sebastian Ensemblemitglied in der Musikalischen Komödie der Oper Leipzig. Hier bestritt er in den folgenden drei Spielzeiten etwa 240 Vorstellungen in 18 Rollen. Besondere Erfolge konnte Sebastian als 'Georg' in 'Der Waffenschmied', als 'Baron Kronthal' in 'Der Wildschütz', als 'Iwan' in 'Der Zarewitsch', als 'Alfred' in 'Die Fledermaus' und als 'Tito Merelli' in 'Lend me a Tenor' erzielen.

2013 debütierte Sebastian zunächst im Chemnitzer Opernhaus in der Titelpartie der Oper 'Lemminkäinen' von J. Dove und bei den Seefestspielen Mörbisch als 'Bettelstudent' in der gleichnamigen Operette von Carl Millöcker.

Mit der neuen Spielzeit wechselte Sebastian ins Ensemble des Leipziger Opernhauses und konnte sein Repertoire mit folgenden Rollen erweitern. 'Tamino' (Die Zauberflöte/Mozart), 'Prinz Reinhold' (Dornröschen/Humperdinck), 'Edmondo' (Manon Lescaut/Puccini), 'Gastone' (La Traviata/Verdi), 'Erscheinung eines Jünglings' (Frau ohne Schatten/R. Strauß), 'Peppe' (Pagliacci/Leoncavallo), 'Froh' (Rheingold/R. Strauß) sowie 'Camille de Rosillon' (Die lustige Witwe/Lehár). Diese Partie sang er auch im Oldenburgischen Staatstheater sowie im Nationaltheater Mannheim.

Seit 2015 arbeitet Sebastian als freischaffender Sänger.

An der Oper Leipzig war er als 'Prinz Reinhold' (Dornröschen/Humperdinck), sowie als 'Yamadori' (Madama Butterfly/Puccini) zu Gast, an der Musikalischen Komödie Leipzig als 'Alfred' (Fledermaus/Strauss Sohn), 'Peter Iwanow' (Zar und Zimmermann/Lortzing) sowie als 'Camille de Rosillon' (Die lustige Witwe/Lehár).

Am Mittelsächsischen Theater Freiberg konnte er unter der Regie von Arila Siegert sein erfolgreiches Debüt als 'Rodolfo' (La Bohéme/Puccini) geben. Ebendort folgte 2017 das Debüt als 'Matteo' (Arabella/R. Strauss). Regie führte hierbei Judica Semler, die musikalische Leitung lag jeweils in den Händen von Raoul Grüneis. 2018 debütierte er als 'Herzog von Urbino' (Eine Nacht in Venedig) mit dem Ensemble des mittelsächsischen Theaters im Rahmen einer Neuinszenierung des Stückes auf der Seebühne Kriebstein.

Als 'Rodolfo' war er auch am Theater Pforzheim zu erleben, den 'Bettelstudent' gab er an den Theatern Osnabrück und Pforzheim. UVm.

Auch auf dem Konzertpodium ist Sebastian präsent und erweitert ständig sein Repertoire. Es erstreckt sich von Werken von H. Schütz bis Artur Honegger. Neben den populären Oratorien von Bach, Händel, Mozart, Haydn und Mendelssohn, finden sich auch weniger bekannte, etwa von Homilius, Spohr oder Dubois.

Als Konzertsänger ist er etwa im Leipziger Gewandhaus, dem Konzerthaus Berlin und in weiteren Konzerthäusern in Deutschland, Österreich, Slovakei, China, und USA aufgetreten.

Aktuelle Rolle

Adam, Der Vogelhändler - DER VOGELHÄNDLER

DER VOGELHÄNDLER

CARL ZELLER, DER VOGELHÄNDLER

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