Rita Lucia Schneider

REGISSEURIN

Kunst erhält unseren innersten Kern als Menschen am Leben. Sie ist in ihrem Abverlangen absolut und erzwingt ein offenes Herz um sich zu entfalten. Niemand hat es schöner formuliert als Auguste Rodin: "Worauf es ankommt: sich rühren lassen, lieben, hoffen, erschauern, leben! Mensch sein, bevor man Künstler ist! Die wahre Kunst pfeift auf die Kunst!"

In diesem Sinne freue ich mich auf viele offene Herzen bei "Orpheus in der Unterwelt" in Bad Hall 2017!

KURZBIOGRAPHIE

Die vielseitige Mezzosopranistin Rita-Lucia Schneider startete ihre internationale Karriere an der Volksoper Wien als Anita in Philippe Arlauds Produktion der West Side Story. Seit dem hat sie eine Vielzahl an Partien verkörpert, und in den letzten Jahren zahlreiche dramatische Mezzo-Rollen wie Carmen, Eboli, Azucena, Venus und Waltraute in ihr Repertoire aufgenommen.

Große Erfolge feierte sie am Landestheater Detmold als Azucena, eine Rolle die sie auch bei den Tiroler Festspielen Erl unter Gustav Kuhn gesungen hat, sowie als Carmen in der Erfolgsproduktion von Kay Metzger. Am Theater Ulm debütierte sie außerdem als Mère Marie (Dialogues des Carmélites), Zia Principessa (Suor Angelica), Fricka (Loriots Der Ring an einem Abend), in der Mezzo-Partie in einer szenischen Umsetzung des Verdi-Requiems und als Auntie in Peter Grimes. In 2016 kehrte sie als Charlotte in Werther und als Ortrud in Lohengrin nach Ulm zurück; eine Rolle, mit der sie mittlerweile auch am Theater Osnabrück mit großem Erfolg gastiert hat.

Weitere wichtige Gastauftritte der letzten Zeit waren Mère Marie in der Ulmer Produktion von Dialogues des Carmélites am Theater Heilbronn, Marcellina (Le Nozze di Figaro) am Teatro Sociale di Trento sowie bei den Tiroler Festspiele Erl (Eröffnung des neuen Festspielhauses), Venus in Tannhäusersowie Waltraute in Götterdämmerung sowie Walküre bei den Tiroler Festspielen Erl, Carmen am Slowenischen Nationaltheater Maribor unter der Leitung von Karen Kamensek, Santuzza und Eboli mit der Slovak Sinfonietta Žilina und Donna Elvira, welche sie erstmals 2009 auf Tournee durch Japan interpretierte als auch bei den Tiroler Festspielen Erl.

In vorangegangenen Saisonen war sie vor allem als Titelheld in Richard Strauss’ Der Rosenkavalier zu hören, den sie 2005 zum ersten Mal an der Staatsoper Danzig verkörperte. Bald wurde der Octavian zu einer ihrer Paraderollen, und sie interpretierte ihn in zahlreichen Theatern in Österreich, Deutschland, Frankreich, der Schweiz und zuletzt in Spanien. Eine weitere Partie, welche sie zu zahlreichen Erfolgen führte war Nicklausse/Muse in Les Contes’d Hoffmann, mit dem sie 2004 an der Städtischen Oper Stettin debütierte. Im Charakterfach hatte sie Erfolge als Marquise de Berkenfield in La fille du régiment (Oper Klosterneuburg), als Jade Boucher in Jake Heggies Dead Man Walking (Theater an der Wien) und als Czipra in Der Zigeunerbaron, eine Rolle mit der sie an Theatern und bei Festivals in Österreich, Belgien, Holland und Liechtenstein gastierte. Weitere Engagements führten sie ans Theater Baden, zu den Opernfestspielen St. Margarethen, den Opernfestspielen Stift Melk, den Schlossfestspielen Langenlois sowie ans Schlosstheater Schönbrunn und das Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg, dessen Ensemblemitglied sie 2003/04 war.

Als Konzertsängerin eignete sich Rita-Lucia Schneider über die Jahre ein großes Repertoire an Liedern (Mahlers Rückert-Lieder, Wagners Wesendonck-Lieder), Oratorien (Händels Messiah, Dvořáks Requiem und Stabat Mater, Bachs Johannes- und Matthäus-Passion, sowie Mozarts und Verdis Requiem) und Messen an. Sie sang mit renommierten Orchestern, wie dem Tonkünstler-Orchester, dem Symphonieorchester des Nationaltheaters Prag, dem Barockensemble der Wiener Symphoniker und dem Orquestra Nacional do Porto, und mit namhaften Dirigenten wie Gustav Kuhn und Franz Welser-Möst.

Rita-Lucia Schneider wurde in Wien geboren, und genoss sieben eine Ballettausbildung an der Royal British Dancing School in Wien. Sie studierte Gesang bei Hana Janku, KS Walter Berry, Petra Chiba, KS Oskar Hillebrandt und Glenys Linos, und absolvierte Meisterkurse bei Hilde Rössel-Majdan sowie Franz Lukasovsky.

Bisherige Regie-Tätigkeit: Gemeinsam mit Wolfgang Gratschmaier inszenierte sie im Sommer 2016 „Cosi fan tutte“ von Wolfgang Amadeus Mozart im Rahmen der Sommerakademie der Wiener Philharmoniker in Zusammenarbeit mit dem MUK Wien.

Vorangegangene Arbeiten:

The Rape of Lucretia (Britten)

Die Geschichte der Oper (Ybbsiade)

2018 wird sie im Team Gratschmaier/Schneider „Orpheus in der Unterwelt“ von Jacques Offenbach für die Neueröffnung des Sommerfestivals KLANG BAD HALL inszenieren.